Im Abschnitt „Gerätespezifische Einstellungen“ legen Sie für jedes energieverwaltete Gerät fest, wie wichtig es ist, wie viel Leistung es braucht, wie lange es laufen darf und unter welchen Bedingungen es ein- oder ausgeschaltet wird. Die Geräte erscheinen hier, sobald Sie sie im GPA am Grundbaustein eingetragen haben (siehe Konfigurationsseite verstehen).

Gerätespezifische Einstellungen mit drei Geräten

1. Die Geräteliste

Oben stehen die schaltbaren Geräte, darunter die dimmbaren. Die Spalte „Nr.“ entspricht der Nummer am Baustein („Schalter #1“, „Dimmer #1“ usw.).

  • (1) Priorität: 1 ist die höchste Priorität. Geräte mit höherer Priorität bekommen die verfügbare Leistung zuerst. Haben mehrere Geräte dieselbe Priorität, kommen schaltbare Geräte vor dimmbaren und dann die niedrigere Nummer zuerst.
  • (2) Name: Frei wählbarer Name, der in der Statusübersicht, den Ereignissen und der KI-Schnittstelle erscheint.
  • (3) Modus: Bei schaltbaren Geräten „Ein/Aus“ (die Steuerung schaltet ein und aus) oder „Nur Ein“ (die Steuerung schaltet nur ein; ausschalten müssen Sie selbst oder das Gerät schaltet sich selbst ab, z. B. eine Waschmaschine nach dem Programmende). Dimmbare Geräte haben immer den Modus „Dimmen“.
  • (4) Akt. Status: Aktueller Zustand und Grund (siehe Statusanzeige).
  • (5) Allgemeine Einstellungen: Verbrauch und Laufzeiten des Geräts (Abschnitt 2).
  • (6) Sofortiges Einschalten, (7) Einschaltbedingungen und (8) Abschaltbedingungen: Öffnen den Bedingungseditor (Abschnitte 4 bis 6). Sind bereits Bedingungen hinterlegt, ist das Symbol farbig umrandet. Abschaltbedingungen gibt es nur für schaltbare Geräte im Modus „Ein/Aus“.

2. Allgemeine Geräte-Einstellungen

Allgemeine Geräte-Einstellungen mit festem Verbrauch
  • (1) Verbrauchsprofil: „Fester Wert“ oder „Dynamischen Wert lernen“ (Abschnitt 3).
  • (2) Fester Verbrauch: Leistung des Geräts bei voller Last in Watt oder Kilowatt. Bei Dimmern ist das die Leistung bei 100 %.
  • (3) Mindestlaufzeit: Ein eingeschaltetes Gerät bleibt mindestens so viele Minuten eingeschaltet – auch wenn die Energie nicht mehr reicht oder eine Abschaltbedingung erfüllt ist.
  • (4) Frühster erneuter Start nach: Nach dem Ausschalten wird das Gerät frühestens nach so vielen Minuten wieder eingeschaltet.
  • (5) Maximale Laufzeit pro Tag: Ist die Laufzeit seit Mitternacht erreicht, wird das Gerät ausgeschaltet und bis Mitternacht nicht wieder eingeschaltet.
  • (6) Maximale Einschaltvorgänge pro Tag: Ist die Anzahl erreicht, wird das Gerät heute nicht mehr eingeschaltet. Ein laufendes Gerät wird dadurch nicht ausgeschaltet.

Jede Begrenzung gilt nur, wenn ihr Kontrollkästchen aktiviert ist. Laufzeit und Einschaltvorgänge zählen auch dann, wenn das Gerät von Hand eingeschaltet wurde – vorausgesetzt, der Status-Eingang ist verbunden. Mit „Übernehmen“ schließen Sie den Dialog; gespeichert wird erst mit „Regeln speichern“.

Wichtig: Die Mindestlaufzeit wirkt nur bei schaltbaren Geräten. Dimmbare Geräte werden in jeder Berechnung an die verfügbare Leistung angepasst.

3. Verbrauch lernen

Schwankt der Verbrauch eines Geräts, z. B. bei einer Poolpumpe mit Drehzahlregelung, kann der Baustein ihn lernen. Wählen Sie dazu das Verbrauchsprofil „Dynamischen Wert lernen“:

Allgemeine Geräte-Einstellungen mit gelerntem Verbrauch
  • (1) Datenpunkt Verbrauch: Aufgezeichneter Datenpunkt mit der gemessenen Leistung des Geräts, z. B. von einem Zwischenstecker oder Energiezähler.
  • (2) Verbrauch bis zum ersten Lernwert: Dieser Wert wird angenommen, bis das Gerät zum ersten Mal mit Messwert gelaufen ist.
  • (3) Immer max. Verbrauch annehmen: Statt des gelernten Durchschnitts wird der höchste je gemessene Verbrauch angenommen. Das ist vorsichtiger: Das Gerät startet erst, wenn auch für seine Spitzenleistung genug Energie da ist.

So wird gelernt: Bei jeder Berechnung, in der das Gerät läuft und einen Messwert über 0 liefert, fließt dieser mit 10 % in den Durchschnitt ein (90 % bisheriger Wert). Bei Dimmern wird der Messwert auf 100 % hochgerechnet; das geschieht erst ab einer Stellung von 10 %. Solange ein Gerät läuft, verwendet die Steuerung für die Verteilung den tatsächlich gemessenen Wert.

4. Bedingungen festlegen

Alle Bedingungen – für sofortiges Einschalten, Einschalten, Abschalten und die Akkunutzung – legen Sie im selben Editor fest:

Bedingungseditor mit zwei verknüpften Bedingungen
  • (1) Verknüpfung („und“ / „oder“): Ab der zweiten Zeile legen Sie fest, wie die Zeile mit dem bisherigen Ergebnis verknüpft wird.
  • (2) „wenn“ / „wenn nicht“: Mit „wenn nicht“ kehren Sie das Ergebnis der Zeile um.
  • (3) Datenpunkt: Ein aufgezeichneter Datenpunkt mit Zahlenwerten.
  • (4) Vergleich: <, <=, =, !=, > oder >=.
  • (5) Vergleichswert: „Fester Wert“ oder ein zweiter „Datenpunkt“ (z. B. „Wohnzimmer Temperatur < Wohnzimmer Solltemperatur“).
  • (6) Wert bzw. Auswahl des zweiten Datenpunkts. Mit ✕ rechts daneben entfernen Sie die Zeile.
  • (7) Eine weitere Bedingung hinzufügen…: Fügt eine neue Zeile an.

Wichtig: Die Zeilen werden streng von oben nach unten ausgewertet, „und“ hat keinen Vorrang vor „oder“. „A oder B und C“ bedeutet also „(A oder B) und C“. Ordnen Sie die Zeilen entsprechend an.

Wichtig: Liefert ein Datenpunkt keinen Wert (z. B. weil er noch nie aufgezeichnet wurde), gilt die Zeile als nicht erfüllt – auch bei „wenn nicht“. Für Ihre Bedingungen benötigte Datenpunkte müssen daher aufgezeichnet werden.

Im Beispiel oben schaltet der Heizstab ein, wenn das Warmwasser kälter als 60 °C ist oder der Strompreis unter 0,15 € liegt – vorausgesetzt, es ist genug Energie verfügbar.

5. Sofortiges Einschalten

Bedingungen für das sofortige Einschalten einer Wallbox

Sind die Bedingungen für das sofortige Einschalten erfüllt, wird das Gerät unabhängig von der verfügbaren Energie, seiner Priorität und allen anderen Regeln eingeschaltet (Dimmer auf 100 %). Seine Leistung wird von der verfügbaren Energie abgezogen, sodass andere Geräte entsprechend weniger bekommen. Ohne Bedingungen gibt es keinen Sofortstart.

Beispiel: Ein Taster „Schnellladen“ setzt einen Datenpunkt auf 1. Solange er auf 1 steht, lädt die Wallbox mit voller Leistung; danach wird sie wieder nach Überschuss geregelt.

6. Ein- und Abschaltbedingungen

  • Einschaltbedingungen: Das Gerät darf nur eingeschaltet werden, wenn sie erfüllt sind. Ohne Bedingungen hängt das Einschalten nur von Energie und Priorität ab. Bei Dimmern werden die Einschaltbedingungen laufend geprüft: Sind sie nicht mehr erfüllt, wird der Dimmer auf 0 % gesetzt.
  • Abschaltbedingungen (nur „Ein/Aus“): Ein laufendes Gerät wird ausgeschaltet, sobald sie erfüllt sind – auch wenn noch genug Energie da ist. Ohne Bedingungen wird nur bei Energiemangel abgeschaltet.
Abschaltbedingung für einen Heizstab

Tipp: Verwenden Sie für Ein- und Abschalten unterschiedliche Schwellen (Hysterese), z. B. einschalten unter 60 °C und abschalten ab 65 °C. So pendelt das Gerät nicht ständig zwischen Ein und Aus.

7. Reihenfolge der Entscheidung

Für ein laufendes schaltbares Gerät prüft die Steuerung nacheinander – die erste zutreffende Regel entscheidet:

  1. Modus „Nur Ein“ → bleibt eingeschaltet.
  2. Mindestlaufzeit noch nicht erreicht → bleibt eingeschaltet.
  3. Abschaltbedingung erfüllt → wird ausgeschaltet.
  4. Maximale Laufzeit pro Tag erreicht → wird ausgeschaltet.
  5. Genug Energie für den aktuellen Verbrauch übrig → bleibt eingeschaltet, sonst wird ausgeschaltet.

Ein ausgeschaltetes Gerät wird eingeschaltet, wenn die Einschaltbedingungen erfüllt sind, die maximale Laufzeit und die maximalen Einschaltvorgänge noch nicht erreicht sind, die Wartezeit nach dem letzten Ausschalten abgelaufen ist und der Verbrauch in die verbleibende Energie passt. Ein Dimmer erhält den Anteil, der noch übrig ist: verbleibende Leistung ÷ Leistung bei 100 %, abgerundet auf ganze Prozent.

Wichtig: Bedingungen werten die aufgezeichneten Messwerte so aus, wie sie anliegen. Ein gemessener Überschuss sinkt, sobald ein gesteuertes Gerät läuft. Eine Einschaltbedingung wie „wenn PV-Überschuss > 4200“ wäre bei einem Dimmer nach dem Einschalten nicht mehr erfüllt und würde ihn sofort wieder auf 0 % setzen. Für solche Schwellen ist der Mindestüberschuss im Abschnitt Produktionsüberschuss gedacht – er berücksichtigt die Leistung laufender Geräte.